Bruno Wioska

 

 

 Bearbeitung : Karyn von Ostholt-Haas

 

DAS GEHEIMNIS DER KAMMER SIBYLLE

 

An diesem Tag herrschte in Rom eine unerträgliche Hitze----obwohl es erst Anfang Mai war!

 Selbst im Schatten gab es keine Erfrischung, sogar hier zeigte das Thermometer über 40 Grad. Die aufgeheizten Strassen waren menschenleer. Die Treppen der Piazza di Espagna auf der an normalen Tagen die jungen Menschen saßen und plauderten, waren so heiss, dass man sich die Sitzfläche verbrannte und erschrocken wieder aufsprang. Lachen konnte man darüber nicht.....es war dazu zu heiß. Die Touristen suchten kühlenden Schatten.

 In den Parkanlagen und Höfen sogar in den Kirchen auf den Bänken lagen die erhitzten Menschen und versuchten Kraft zum Atmen zu schöpfen

 Wer konnte, blieb zuhause in kühleren Räumen und wartete sehnsüchtig auf den Abend.

 Niemand besuchte das Forum Romanum in dem es sonst von Menschen wimmelte.

 An diesem Tage war nichts normal. Sogar die Geräusche der Stadt kamen mir anders vor. Erschreckend oft hatten die Sirenen der Krankenwagen mit jaulendem Gekreische die ewige Stadt erfüllt, hin und wieder hatte jemand um Hilfe gerufen. Irgendwo in der Nähe brach rasch eine Sirene ab um nach ein paar Minuten wieder mit lautem schrillem Heulen in der Ferne zu verschwinden.

 Niemand war auf den Straßen...nur ab und zu konnte man einen leeren Autobus fahren sehen... nur die Busse der Linie 64, die zwischen der Stazione Termini und dem Vatikan pendelten wie immer vollgestopft wie die Sardinenbüchsen waren. Alle wollten nach Vatikan…

 Da das Gerücht aufkam, dass nur im vatikanischen Museum die Klimaanlage funktioniere versammelte sich vor dem Eingang eine lange, schwitzende, seufzende Besucherschlange. Die Innenräume des Museums waren vollgestopft und man konnte sich nur millimeterweise fort bewegen. Aber das war egal... es war kühl hier und man kam zu Atem - trotz der Körperwärme der vielen Besucher und der üppigen Knoblauchdünste.

 Ständig versuchte das gestresste Wachpersonal die Besucher zum Weitergehen zu bitten und zu den Räumlichkeiten zu geleiten, die nicht immer zu den beliebtesten zählten.

 An diesem Tag waren sogar die etruskischen und ägyptischen Säle mit Menschenmassen überflutet... nicht aus plötzlich entdeckter Begeisterung für die alten Etrusker oder Ägypter sondern nur aus Verlangen nach klimatisierten Räumen. Immer wieder wurden die Anlagen für kurze Zeit ausgeschaltet mit allgemeinem Stöhnen kommentiert...

 Die Sorge des Personals, die überhöhte Luftfeuchtigkeit könne den Kunstwerken unreparierbaren Schaden zufügen gab man schließlich auf und ließ die Klimaanlage einfach ununterbrochen laufen.

 Angetrieben von der Aufsicht und vom Besucherandrang geschoben kam ich schließlich in die Appartements von Papst Alexander dem 6.

 Als ich die Kammer der Sibylle betrat, schlug jemand hinter mir die Tür zu.

 „Man will die stabile Raumtemperatur bewahren“ dachte ich mir... “oder man will die Menschen schnell von diesem Saal wegdrängen in die sixtinische Kapelle, wo jeder unbedingt die berühmter Michelangelos sehen wollte und wo dann der Besuch enden musste und von der herrlichen Kühle Abschied zu nehmen wäre“

 Der letzte Besucher hatte gerade den Raum verlassen, als ich einen jungen Mann entdeckte, der auf dem Boden in einer Blutlache lag. Neben ihm lag eine schöne junge Frau auf den Knien und weinte bitterlich.

 „Was ist passiert?“ Fragte ich sie „Ich rufe Hilfe!“ Ich griff nach meinem Handy.

 „Hier darf man doch nicht telefonieren“ schluchzte sie und hob den Kopf.

 Die Frau mochte so um die 30 sein. Ihre langen blonden Locken fielen über die schmalen Schultern. Ihre Kleidung war von subtiler Eleganz.

„Sehen Sie“ sagte sie, „das war Alphonse“.

 „Ja, natürlich …das sehe ich sagte ich. Er kam mir bekannt vor… ich wusste nicht wo ich dieses Gesicht schon einmal gesehen hatte. Auch das Gesicht der Frau war mir seltsam vertraut. Ich kannte es... so wie man ein geliebtes Kunstwerk kennt.

 Ich war sehr verstört. So viele Menschen waren noch vor Kurzem in diesem Raume gewesen... hatte keiner etwas bemerkt? War keiner zu Hilfe geeilt... hatte niemand versucht, den Mann zu retten? Warum hatten sich alle blind gestellt…

 „Wir müssen telefonieren, auch wenn das hier verboten ist“ entschied ich“ Wir brauchen einen Arzt!“

 „Nein, den brauchen wir nicht mehr“ sagte sie tonlos. Sie stand auf, glättete ihr Kleid und reichte mir wie zu einem Kusse ihre extrem bleiche Hand.

 „Ich bin Lucretia. Wie wunderbar, wie erstaunlich dass du uns siehst. So lange haben uns die Menschen einfach nicht beachtet - uns übersehen.“

 „Ich begreife nicht, was Sie da sagen. Was bedeutet das so lange hat man uns nicht beachtet?“

 „Seit vielen Jahren“ sagte Lucrezia sanft.

 „Wie sonderbar,“ sagte ich. “Mich beachtet auch kaum jemand. In Gesellschaft habe ich Schwierigkeiten, mich am Gespräch zu beteiligen. Wenn ich rede, tut man so, als wäre ich gar nicht da. Darf ich mich vorstellen? Ich bin Kordian. Darf ich Ihre Tränen trocknen? Mein Mut überraschte mich.

Lucrezia wandte mir still ihr zauberhaftes Gesichtchen zu und liess sich wie ein kleines Mädchen die Tränen trocknen. Ihr Gesicht leuchtete überirdisch transparent.

 Als ich die Tränen getrocknet hatte, streiften ihre Lippen meine Hand... mich durchfuhr ein Blitzstrahl, ich zuckte zurück... noch nie hatte ich ähnliches Gespürt. Ich schämte mich aber war gleichzeitig von Wonne erfüllt.

 „Sie beschämen mich“ sagte ich... ein Schauer durchfuhr mich.

 „Du bist der, auf den wir seit einer Ewigkeit warten“, sagte sie sehr bestimmt. „So viele Menschen kamen hierher und niemals nahm jemand wahr, was hier geschehen ist. Du bist ein wunderbarer, außergewöhnlicher Mensch.“

 „Ich bin ein gewöhnlicher und kein außergewöhnlichen Menschen“ flüsterte ich.“ Es ist nur so, dass niemand Ärger haben möchte und alle sich lieber blind stellen.“

 Erst viel später habe ich begriffen, was sie damit meinte... viel später, als ich eine sehr seltsame Rolle in diesem römischen Spektakel spielen musste.

 „Wir haben keine Zeit, uns weiter zu unterhalten“ sagte ich „wir müssen zuerst diesem armen Manne helfen! “Ich sah zu Boden... der Platz war leer. der Mann war... ohne Spuren zu hinterlassen, verschwunden... die Kammer war leer.

 „ Wo ist er? „ Fragte ich die Frau und deutete auf den Fußboden.

 „Alphonse?“ Entgegnete sie und zuckte leicht die Schultern“ Alphonse ist tot“.

 „Er lebt nicht mehr?“ schrie ich „Das sagen Sie so einfach hin... mit stoischer Ruhe? Eben lag er noch hier... in seinem Blute... wo ist er hin? Was für ein Spiel treiben Sie mit mir?“

„Dein Interesse an Alfonso ist reizend“ sagte sie „ist das reine Courtoisie oder ein echtes Interesse? Bist du verstört wegen dieses Geschehens?“

Ihre kalte Neugier verwirrte mich.

 „Wenn ich sehe, dass Hilfe nötig ist und helfen will, hat das nichts mit Höflichkeit zu tun sondern nur mit Mitleiden.“ flüsterte ich.

 Ich war zutiefst beunruhigt. Es ist ja schließlich nicht normal, dass eine Leiche zusammen mit der Blutlache in der sie lag, spurlos verschwindet, als ob die Erde sie verschluckt hätte.

 Sie seufzte tief. „Dein Mitleiden ehrt dich.“ Sie gab sich einen Ruck. „Du hast das Recht, mehr darüber zu erfahren. Komm bitte heute Abend in die Via del Sigillo Cardello - das ist eine Bar in der Nähe deines Hotels“ sagte sie und reichte mir eine Visitenkarte.

 

Sprachlos vor Überraschung wich ich zurück. Woher wusste sie, wo ich wohne?

 

Schnell lief sie davon und verschwand hinter einer Kammertür.

 

Ich eilte ihr nach, riss die Tür auf... in der Kammer war niemand... auch das nächste Gemach war leer... abgesehen von einem Hüter der Ordnung in recht seltsamer Tracht.

 Seinen Kopf bedeckte etwas, dass wie ein Barett aussah... ähnliche Kappen hatte ich in den vatikanischen Sammlungen gesehen. Der Mann machte einen starken und agilen Eindruck. Sein kurz geschorener Bart betonte die Vornehmheit seiner edlen Züge. Seine tiefen Augen fesselten mich. Es waren die Augen eines Mannes, dem sich niemand widersetzt. Sein altmodisches Benehmen war Respekt gebietend.

 „Verzeihen Sie, mein Herr, haben Sie eine junge Frau gesehen. Sie kam gerade aus dieser Kammer“ fragte ich ihn höflich.

 „Nein, ich habe niemanden gesehen“ sagte er sehr kalt. “Wie sind Sie hier herein gekommen? Vor einem Moment habe ich dieses Gemach überprüft – es war leer. Hier darf sich niemand aufhalten... Der Schweiß der Menschenmassen sorgt dafür, dass sich aufgrund der Luftfeuchtigkeit unsere Klimaanlage dauernd abschaltet. So können wir die Lufttemperatur nicht konstant halten. Verschwinden Sie ganz schnell, sonst bekommen Sie Ärger mit mir. Und überhaupt: wir haben diese Kammer bereits vor 10 Minuten geschlossen, um die Feuchtigkeit zu reduzieren - eine Unverschämtheit, hier einzudringen!“

 „ Bitte verzeihen Sie Herr...“

 „Cesare“ sagte er huldreich und neigte den Kopf.

 „Danke, Herr Cesare, für den Hinweis“ sagte ich bescheiden und verbeugte mich tief.

 „Nun zum Glück sind sie einsichtig. Ich nehme doch an, dass wir uns noch sehen werden?!“

 Er hatte diese Frage in einem so bestimmten, befehlsgewohnten Ton gestellt, dass ich nicht den Mut hatte, nachzufragen oder gar zu widersprechen.

 Ich wollte ihn noch fragen, woher er denn von meiner Verabredung mit Lucretia wisse... aber da öffnete sich die Tür, ein Mensch in der üblichen Uniform der Museumswärter trat ein und hinter ihm eine Besucherschar.

 „Warum war diese Tür abgeschlossen?“ herrschte er mich an

 Ich wies auf Cesare. Als ich den verwirrten Blick des Wärters sah, drehte ich mich um...Cesare war nicht mehr da.

Ich zuckte die Achseln und ging weiter in die nächsten Zimmer.

 DIE BEGEGNUNG MIT LUCRETIA

 Als ich erwachte, erschien mir die Begegnung mit Lucretia wie ein Traum - ein seltsamer Traum... ich lächelte. Als ich auf die Uhr sah, war es bereits 19 Uhr. Ich stutzte, als ich die Eintrittskarte zum Vatikan erblickte. Unter der Karte lag ein Visitenkarte von „In Sigillo“ .In dieser Bar war ich doch in meinem Traum mit der Dame Lucretia verabredet.

 Also war das doch kein Traum? Bin ich vielleicht doch dort gewesen? Bin ich immer noch in diesem Traum gefangen?

 Hatte ich unterwegs vielleicht Alkohol getrunken und war immer noch berauscht?

 Mein Schädel dröhnte. Kein Wunder bei dieser irrsinnigen Hitze.

 Ich griff in meine Brieftasche um zu überprüfen, ob ich eine Rechnung finde. Ich habe die Angewohnheit alle Quittungen zu sammeln und sei sie noch so gering.

 Ich wurde tatsächlich fündig... aber es war eine Quittung von der Cafeteria „Veranda“. Jetzt konnte ich mich wieder deutlich erinnern. Ich hatte dort einen Café getrunken und ein Eis gegessen. Also bin ich nicht in der Bar „In Sigillo“ gewesen.

 Jetzt sah ich wieder alles deutlich vor mir: Ich war auf der Via Conciliazone in der „Veranda“...die Cafeteria war von Bischöfen und Kardinälen überfüllt... ein „Ballo in Mascera“.

 Ich wusste genau, dass ich danach zur Piazza Venezia gefahren bin und sofort ins Hotel und unter die Dusche gegangen war. Da war es 15 Uhr. Dann hatte ich mich zu einem Nickerchen entschlossen.

 Aber dieses Abenteuer im Museum...? Wieso hatte ich die Karte? Wie kam sie auf meinen Nachttisch?

Ich schlug mir auf die Stirn! Ich war ein solcher Dummkopf! Die Karte ist sicher eine Werbung... Bestimmt war mein Blick kurz vor dem Einschlafen darauf gefallen und hatte dann diesen Traum ausgelöst.

Ich öffnete das Fenster, um einen Blick auf die Strasse zu werfen.

Auf der Piazza war kein einziger Passant zu sehen. Schnell schloss ich das Fenster wieder. Die Gluthitze verschlug mir den Atem... es war wie ein Gesang im Feuerofen.

Ich beschloss, in meinem klimatisierten Zimmer zu bleiben und etwas zu lesen. Das einzige Buch, das ich bei mir hatte war ein alter, zerlesener Reiseführer durch Rom von Baedecker, den ich praktisch in und auswendig kannte.

Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren und so beschloss ich trotz der mörderischen Hitze nach draußen zu gehen. Niemand war an der Rezeption. Ich hängte den Schlüssel an seinen Platz und ging hinaus.

Der Gluthauch der Strasse verschlug mir den Atem... am liebsten wäre ich wieder umgekehrt... aber eine innere Stimme zwang mich, weiter zu gehen.

 Ich ging von der Piazza Venezia in Richtung Colosseum... Ein rotes Cabrio fuhr hupend an mir vorbei.

 Moment mal! Die Fahrerin war doch die Frau, die ich im Vatikan getroffen hatte! Lucretia!XXX

 Sie hupte abermals und wies mit der Hand auf etwas vor mir. Ich drehte mich um ...vielleicht war nicht ich gemeint, sondern jemand hinter mir. Da war niemand. Also war ich gemeint.

 Der Wagen verschwand in Richtung der Fori Imperiali.

 Nun packte mich die Neugier ich ging in die gleiche Richtung.

 Als würde ich erwartet, stand ein Tor des Forum Imperialum weit offen....niemand war im Kassenhaus...so ging ich einfach hinein.

 Die Luft stand still und war brüllend heiss. Die Ruinen gaben die am Tage gespeicherte Luft großzügig wieder her. Hatte ich mich schon auf der Via Sakra kaum noch voran schleppen können, hier schlich ich wie ein uralter Mann

 .Jedoch irgendwann war ich am Arc des Titus.Ich stütze mich an der heißen Mauer und versuchte, zu Atem zu kommen.

 Ich konnte nicht umhin, das herrliche Relief zu betrachten. Hier war der Triumphzug der römischen Soldaten, die Jerusalem ausgeraubt hatten.

 Im Vordergrund sieht man den goldenen siebenarmigen Leuchter...die geheimnisvolle Menora, die bis jetzt immer noch verschollen ist.

 Ich glaube, dieser Bogen ist das einzige Denkmal in der Welt, auf dem die Plünderer stolz Zeugnis ablegen über den Raub heiliger Objekte.

 Heil dir, Caesar Donmitian. der du diesen Bogen zu Ehren deines Vaters Vespasian und deines Bruders Titus anlässlich des Sieges über die rebellischen Israeliten errichten ließest!

 Lange Zeit haben mich diese Schätze und ihr mysteriöses Verschwinden. fasziniert.

 Es gibt so viele unterschiedliche Legenden darüber. Manchmal nannte man den Templerorden als Erben des Schatzes...dann wieder hiess es, die Juden hätten ihn wieder gefunden und mit dem Riesenvermögen die Banken in Amerika aufgebaut.

 Ich lehnte träumend an dem Relief..da bedeckte mir plötzlich jemand von hinten die Augen.Die Berührung der kühlen Hände tat mir wohl .Ein kleiner Schauer durchrieselte mich.

Eine geheimnisvolle Stimme flüsterte. „ Ich wusste, dass ich dich hier treffen würde. Du hast recht gut angefangen, Rom zu besichtigen!“

„ Wer ist da?“ Fragte ich mit trockenem Krächzen...

„ Kordian, hast du mich schon vergessen?“

Ich fühlte die Berührung ihrer Hände , fühlte ihren Atem, spürte ihren Körper an meinem Rücken. Nun war ich sicher, dass ich nicht träumte. Hier war Lucretia. Die Begegnung im Vatikanische Museum hatte statt gefunden.

Ein Glücksgefühl erfasste mich. Ewig hätte ich so bleiben wollen. Ich war ein Schiffbrüchiger auf einer kühlen Insel in einem Meer voll Heißglühender Lava.

„ Du hattest nicht die Absicht ins Sigillo zu kommen!“ Flüsterte sie“ Aber es macht nichts, ich wusste sowieso, wo ich dich finden konnte. Komm, ich zeige dir etwas Besonderes. Immer, wenn ich mich einsam fühle , gehe ich dorthin. Da herrscht eine wunderbare Kühle und dort bin ich dann auch alleine.

Ich wusste, ich musste mit ihr gehen...wohin sie auch wollte. Ich unterwarf mich gerne.

 Sie war eine wunderschöne Frau ...und welcher Mann würde sich nicht gerne in der Gesellschaft einer so schönen Frau zeigen? Sie zog mich magisch an . Ich reichte ihr die Hand und wir gingen Hand in Hand weiter wie ein junges Liebespaar..

 Gleich hinter dem Titusbogen führte eine schmale Gasse in Richtung Palatin hinauf. Auf beiden Seiten der Strasse waren hohe Bäume , die normalerweise herrlichen Schatten spendeten ..aber heute herrschte auch hier die unbarmherzige Hitze.

 „ Einst blühte hier das Leben“, sagte sie „und heute? Nun, das wirst du gleich sehen.“

 sie hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als eine riesige Ziegenherde unseren Weg kreuzte und weiter unten verschwand.

 Schweigend gingen wir Hand in Hand den Berg hinauf.

 Plötzlich bebte die Erde...hastig zog Lucretia mich auf die Seite.

 Eine unglaublich große Rinderherde raste in einem Höllentempo an uns vorbei. Ihre spitzen Hörner streiften uns beinahe. Ich war wie gelähmt vor Schrecken.

 „ In diesen Ruinen ist Vorsicht geboten“ sagte Lucretia“ die Gefahren lauern überall. Sieh, was aus Rom geworden ist! Forum Romanum und Palatin sind zur Weide geworden! Damals war Rom der Mittelpunkt der kultivierten Welt und heute? Heute leben in Rom nur siebzigtausend Menschen!“

„Lucretia, was redest du? Rom ist eine Millionenstadt. Täglich besuchen. tausende Touristen zusätzlich die Stadt“sagte ich.

Obwohl ich ihr im Geiste Recht geben musste-in diesem Augenblick sah die Stadt ganz anders aus, als ich sie kannte. Von der Stelle aus, an der wir standen, konnte ich keine der gegenwärtigen Gebäude sehen. Bis zum Horizont gab es , wie nach einer Katastrophe , nur Trümmer...die Strasse der Fori Imperiali war unter dem ganzen Schutt nicht zu sehen- überall Ödnis und Verlassenheit.

„Komm weiter!“ Wisperte Lucretia. „ Das, was du gleich sehen wirst kann dir sonst niemand zeigen. Wohin wir jetzt gehen, wir niemand jemals hingehen können . Was du siehst, wird niemals ein anderer sehen können! Doch bevor wir dorthin gehen ,müssen wir beten.“

 Mich durchlief wiederum ein Schauer. Sie bemerkte meine Furcht und lächelte zärtlich. „ Du musst dich nicht fürchten...es warten keine Dämonen auf dich! Ich habe wirklich nur das Bedürfnis zu beten.Ich zeige dir eine der ältesten Kirchen von Rom...sie steht in keinem Reiseführer...aber das ist gut so. Sie gehört mir. Mir ganz alleine! Ich bin oft dort und halte Zwiesprache mit Gott“.Ich atmete scharf ein.“ Ich weiss, was du denkst, Kordian! Ich weiss,was man über mich sagt....aber das sind Verleumdungen. Ich schäme mich.... über die Bösartigkeit der Menschen. Glaube mir, ich bin nicht schlecht. Viele Umstände sprechen gegen mich....vieles hat den Anschein der Wahrheit ....aber glaube mir, Kordian, du wirst bald die echte Wahrheit erfahren!“

 Lucretia sah mich eindringlich an. Ihre Augen waren wie ein Sog. Willig versank ich in ihrem Blick, reichte ihr meine Hand und wir gingen weiter.

 Nach einiger Zeit fand sie ihr zauberhaftes Lächeln wieder und blieb vor einem Gebäude stehen, an dem die Zeit ihre Spuren hinterlassen hatte.

 “ Das ist meine Kirche. Die Kirche Santa Buonaventura“.

 Ich sah den schlechten Zustand der Kirche, sah, dass sie wohl aufgegeben war. Aber sie hatte einen gewissen Charme. Sie hatte Ähnlichkeit mit jenen lieben, alten ,weisen, verwitterten Menschengesichtern, in die Zeit liebevolle Zeichen geprägt hatte. Sie noch schöner gemacht hatte weil sie Gechichten über positives Denken, Optimimus und Lebensmut erzählten. Jede Runzel, jede Falte ließ diese Gesichter nur noch schöner erscheinen. So auch diese Kirche mit ihrem morbiden Charme

 Lucretia fiel auf die Knie und versank in ein endlos langes Gebet. Ich begann, mich zu langweilen und sah mich in der düsteren Kirche um. Ich vertiefte mich in ein verblichenes Wandgemälde und versuchte, zu ergründen, woran es mich erinnerte. Immer wenn ich glaubte, ein Zipfelchen des Schleiers zu lüpfen, entzog sich mir die Lösung. Ich wusste, ich kannte das Bild......

 Da unterbrach mich meine Führerin.

 „ Komm! Wir müssen gehen! Es ist Zeit!“.

 Sie zog mich zu einem Portal. Ich hatte es vorher nicht bemerkt.

 Nun flüsterte Lucretia. etwas...das machte mir Angst. Lucretia bemerkte das und beruhigte mich. „Bald wirst du sehen!“

 Sie versuchte, das Tor zu öffnen. Sie sah sich nach mir um und bat:“ Komm hilf mir, ich kann die Türflügel nicht alleine öffnen. Sie sind so schwer. Seit Jahrhunderten ist niemand mehr hindurch gegangen.“

 Ich stemmte mich mit ganzer Kraft gegen die Tür. Endlich bewegte sie sich und gab langsam mit einem schrillen Quietschen , gleichsam zögerlich, als wolle sie mir eine Chance, noch einmal zu überlegen geben, den Weg frei.

 Als wir hindurch geschritten waren, gab es keine Spur mehr von der Tageshitze. Es war ein angenehmer Sommerabend. Trotz des klaren Sternenhimmels war es relativ dunkel. Ich war erstaunt, dass wir so lange in der Kirche gesessen hatten. Ich hatte wohl die Zeitkontrolle verloren.

 Wir befanden uns in den Gärten des Palatin. Die Wege wurden durch flimmernde Öllampen und Fackeln erleuchtet. Ein geheimnisvoller Duft umgab uns, als hätten alle Blüten auf einmal ausgeatmet. Verschlafen begann ein Vogel zu singen. Sofort antworteten andere Vögel und erfreuten uns mit einem Zaubergesang . Als sie geendet hatten schmiegte sich Lucretia an meine Schulter.“ Das sind meine Nachtigallen.“ Sie seufzte glücklich.“ Sie singen nur für mich!“

 Lucretia verstand ohne Worte und kicherte. „ Na ja, heute wohl nicht.“ Sie nahm mein Gesicht behutsam in ihre Hände und sah mir tief in die Augen:“ Schön, dass du da bist ! “

 Wir standen eng aneinander geschmiegt und genossen diesen Augenblick.

 Plötzlich und unerwartet tauchte aus der Dunkelheit eine kleine Menschengruppe auf, die eine Sänfte trug.

 Als sie mit uns auf gleicher Höhe waren, schlug eine Hand die Vorhänge der Sänfte zurück und im Fenster erschien der Kopf eines Mannes. „ Lucretia!“ rief eine tiefe samtene Männerstimme“ Wen bringst du uns da?“

 „Ich bringe euch meinen Freund Kordian. er kommt aus einem fernen Land.

 „ Ist er ein Sachse?“

 „ Nein, ein Slave“.

 „Ich habe ein paar slavische Sklaven!“

 „ Er ist kein Sklave! Er kam freiwillig nach Rom“

 „ Mutig. Sehr mutig, freiwillig in den Rachen des Löwen zu kommen! Doch , verzeih, die Zeit drängt. Heute wird Nero bei Tiberius neue Gesänge vortragen und du weißt, wie gefährlich das sein kann, wenn man dazu zu spät kommt.“ Er klatschte in die Hände und die Sänftenträger eilten mit ihm davon.

 „Wer war das denn?“ Fragte ich , leicht amüsiert.“Wo sind wir überhaupt hier?“ Die Gegend war mir plötzlich fremd.

 „Das war mein alter Freund Flavio. Siehst Du, da drüben steht sein Haus.“

 Sie wies auf einen riesigen mit unzähligen Fackeln erleuchteten Palast.

 „ Der Palast sieht so neu aus“ Bemerkte ich „ach ja, natürlich...das ist sicher eine Kulisse für einen neuen Film. Sehr gut gemacht. Man könnte glauben, er ist echt.“

 Lucretia lachte schallend.

 „Wer wagt es, zu dieser Stunde in der Nähe des Hauses des Augustus solch unbotmäßigen Lärm zu machen?“ Fragte eine grimmige Stimme und im gleichen Moment tauchte eine Gruppe Furcht erregender römischer Soldaten aus der Dunkelheit auf. Ihr Kommandant Beleuchtete mit einer Fackel mein Gesicht. Ich wich vor der Hitze zurück. Ein anderer Soldat beleuchtete das Gesicht Lucretias und warf sich vor ihr auf die Knie“ Ihr seid es, Hoheit!“ Rief er erschrocken“ Bitte verzeiht, ich habe Euch in der Dunkelheit nicht erkannt!“ Demütig erhob sich und gab ihr sein Schwert. „ Bitte vergebt mir!“

 Zornig hob Lucretia das Schwert. Dann, mit einem raschen Blick auf mich ,gab sie dem Soldaten das Schwert zurück. Er warf sich vor ihr auf den Boden und setze ihren Fuss auf ihren Nacken. Sie stiess ihn mit dem Fuss an...er erhob sich legte die Faust auf sein Herz und sagte“ Mein Leben für Euch !“

 Ich drehte mich zu Lucretia um. Sie lächelte nachsichtig und schüttelte den Kopf. „Manchmal sind sie wie Kinder! Als ob ich ihm das Leben nehmen könnte!“

 Nun begriff ich. „ Ich weiß, wer du wirklich bist! Ihr seid Schauspieler und ihr macht in den Drehpausen weiter eure Späße!“

 Ich drehte mich zu der Soldatengruppe um....aber da war niemand mehr...sie waren fort....wie vom Erdboden verschlungen.

 Lucretia schüttete sich aus vor Lachen. Ihr perlendes Gelächter erfüllte die nächtlichen Gärten.

 Ich sah mich um. „ Schau mal, wie schön die Kulissen erleuchtet sind!“
„ Kulissen?“ Fragte Lucretia und trocknete mit meinem Taschentuch ihre Lachtränen“ Das da ist der Apollotempel und dahinter das Haus des Augustus und der Palast des Livinius steht dort....auf der rechten Seite.“

 „Toll gemacht!“ Sagte ich anerkennend“ Weißt du, ich habe mal als Bühnenmaler gearbeitet. Diese Dekorationen sind ganz hervorragend!“

 Lucretia hielt sich die Seiten vor Lachen. „ Du bist entzückend“ Japste sie

 Ich war beleidigt. Ich wollte ja ihre Späße mitmachen, aber sie sollte schon wissen, dass ich den Spaß durchschaue.

 Lucretia kam zu mir und küsste mich auf die Wange. Ihre Lippen waren feucht und kühl . Das gefiel mir sehr gut und so begann auch ich, Vergnügen an der Komödie zu finden und lachte herzhaft mit ihr.

 „ Apropos Film“ sagte ich „ ich schätze die italienischen Filme sehr. Besonders Fellini hat mich geprägt. Ein phantastischer Regisseur.“

 „Wer spricht hier von mir? “ Erklang eine sonore Stimme hinter mir.“ Ich habe heute Nachtaufnahmen und möchte keine Störungen !Ach, du bist es , Lucretia!“

 „Buona sera Federico. Darf ich dir meinen Freund vorstellen? Das ist Kordian. Er ist ein Bewunderer deiner Filme.

 „Das kann ich verstehen, ich bewundere meine Filme auch“ scherzte Fellini“ Kinder, behaltet euch lieb...haltet euch fest ,ich muss weg. Wenn ihr Marcello seht, sagt ihm Bescheid, dass wir jetzt im Colosseum drehen. Ciao Lucretia. Ciao Kordian. Man sieht sich.“

 „Die Maske ist großartig“ lobte ich. Er sieht Fellini täuschend ähnlich. Wenn ich nicht genau wüsste, dass er vor Jahren gestorben ist, hättet ihr mich reinlegen können. Ich wusste doch, dass das hier ein Drehort ist.“

 Lucretia strich mir mit einer mütterlichen Geste über das Haar. “Du Lieber“ sagte sie und wurde ganz ernst.

 „Kordian, ich muss jetzt gehen. Ich lasse dich jetzt alleine. Geh bitte bis zum Ende dieser Strasse. Auf der rechten Seite wirst du die Kirche, in der wir waren finden. Der Eingang ist um die Ecke. Nimm unbedingt das Haupttor. Wenn du dann draußen bist, geh Richtung Colosseum am Titusbogen vorbei. Bitte verzeih, dass ich dich alleine lasse. Es ist Zeit für mich.“Sie stürmte davon. „ Ciao, amore“ rief sie von Weitem“ Komm Morgen um zehn Uhr ins „ Sigillo“ ich werde dort auf dich warten . dann wirst du die Geschichte von Alfonso erfahren. Wir werden zu meinem Bruder gehen. Du sollst ihn unbedingt kennen lernen.“

 Ihre Stimme klang verhallt, als spräche sie aus einem fernen Raum.

 Das irritierte mich nicht sonderlich. ich dachte, dass das sicher wieder so ein Filmtrick sei, zuckte die Achseln und beschloss, mich auf Morgen zu freuen.

 Ich fand den Weg zur Kirche ohne Probleme.

 Ich ging hinein und tappte umher. Es war einfach zu dunkel- ich konnte die Außentüre nicht finden. Wie ein Blinder tastete ich die Wände ab, aber konnte den Ausgang einfach nicht finden. Vielleicht gab es eine andere Möglichkeit?

 Ich beschloss, auf den Palatin zurück zu gehen. Glücklicherweise fand ich die Türe zum Hügel sofort, da sie sich noch nicht ganz geschlossen hatte und ein Lichtstrahl herein drang.

 Ich stiess die Tür auf .

 Sie können sich meine Überraschung vorstellen , als ich sah, dass es draussen noch taghell und sehr heiss war. Gerade eben war es doch Nacht- War ich wieder in einem Wachtraum gefangen? Hatte die Hitze mir ins Hirn geschlagen? Ich kniff mich heftig in den Oberschenkel. Ich spürte den Schmerz also war ich wach. Ich sah mich um. Ich befand mich wieder auf dem Palatin und es war Tag.

 Die Sonne versteckte sich gerade hinter den Wipfeln der Bäume und beleuchtete einen Teil der Hügel. Ich schaute mich um und entdeckte ein gut bekanntes Bild aus Fellinis Filmen: das Panorama des Palatins: die bekannten Ruinen und das Palatinmuseum.

 Was zum Teufel geschah hier? Was war mit mir los?

 Hatte ich einen Hitzschlag erlitten? Waren das Fieberphantasien?

 Ich riss mich zusammen. Im Reiseführer hatte ich gelesen, dass der Ausgang des Palatins in den Farnesegärten ist .Eine Schrift tauchte vor meinem inneren Auge auf“ Die Farnesegärten wurden im sechzehnten Jahrhundert von Kardinal Alessandro Farnese angelegt. “

Mein Kopfkino funktionierte also noch.

 Ich beschloss , dorthin zu gehen. Ich ging in Richtung des Flavia-Palastes.

 Hier hatte ich doch soeben Fellini und Flavio getroffen. Hier stand doch eben noch ein hell erleuchteter ,prachtvoller Palast vor dem nächtlichen Himmel und nun: Ruinen und Tageslicht

 Nun wusste ich, dass ich halluziniert haben musste.

 In Schweiss gebadet stieg ich den Hügel hinauf. Ich erblickte die Gärten .Als ich mein Ziel, den Orangengarten erreichte , erstarrte ich! Ich stand über einem tiefen Abgrund. Unten , im Licht des Sonnenuntergangs, sah ich die Ruinen des Forum Romanum. Ein herrlicher Blick tat sich auf. Die Sonne versank gerade hinter dem Kapitol und die Spitzen der Ruinen begannen zu glühen. Eine Welt in Flammen. Am Ende der Via Sacra am Septimus Severusbogen wusste ich das Denkmal des Emanuele II. Hier lagen tiefblaue Schatten- mein Malerauge trank voll Entzücken diese Farbensinfonie.

 Es wurde rasch dunkel, ich musste schleunigst weg von hier.

 Vor mir war der Abgrund wo sollte ich hin. ? Ich bewegte mich vorsichtig seitwärts und ertastete jeden Schritt, immer gewärtig, in den Abgrund zu stürzen. Allmählich geriet ich in Panik. Endlich stiess ich in der Nähe der Überreste eines Palastes auf eine zerfallene Treppe, die gleichsam in der Dunkelheit ertrank.

 Ich ergab mich dem Sog der in die Tiefe tauchenden Stufen und eilte immer hastiger voran. Allmählich erkannte ich, dass das der richtige Weg zum Ausgang war.

 Am Ende der Stufen standen zwei Carabinieri. Die Beine gespreizt versperrten sie mir den Ausgang. Offensichtlich hatten sie auf mich gewartet.

 Sie fragten mich barsch, was ich denn hier mache und warum ich mich nicht an die Vorschrift, den Palatin bei Dunkelheit zu verlassen, gehalten habe.

 „Ich war mit einer Freundin hier“ sagte ich“ leider musste sie früher gehen und ich habe mich verlaufen. Ich bin erst seit heute in Rom und kenne mich noch nicht so gut aus.“

 „ Wer war denn die Dame? “ Fragte einer der beiden.

 „Sie nennt sich Lucretia. Ich glaube, sie ist Schauspielerin.“

 Die Carabinieri sahen sich an und nickten sich zu.

 „Sie ist also wieder aufgetaucht! Das letzte Mal war sie vor sieben Jahren hier. Sie lässt sich immer mal wieder sehen schon seit langer Zeit.“

 „Das ist sie nicht“ sagte ich, „meine Lucretia ist höchstens 25 Jahre alt.“

 Die Carabinieri brüllten vor Lachen.

 „Ja, ja, die Hitze! Signore. Sie sollten besser schlafen gehen. Wo wohnen sie denn?“

 „In einem Hotel an der Piazza Venezia“ antwortete ich.

 „Kommen Sie. Wir begleiten Sie zum Colosseum. Von dort aus können Sie über die Via del Fori Imperiali gehen oder , wenn Ihnen das lieber ist, können Sie einen Bus nehmen und zwei Stationen fahren .Sie sollten hier in der Nähe des Forum Romanum nicht verweilen, es könnte Ihnen etwas zustoßen.“

 Bei dem Worte „ stoßen“ begann der andere Carabinieri schallend zu lachen.“ Si, Signore, sie könnten sich auch eine Krankheit einfangen.“

 Ich sah mich um. Hinter dem Titusbogen versuchten mehrere halbnackte Frauen die Passanten zum Liebesspiel zu animieren.

 „Signore, bitte gehen Sie. Lucretia mag diese Damen nicht. Sie könnte Sie bestrafen, wenn Sie blieben.“

Die Carabinieri schlugen sich gegenseitig auf die Schultern und brüllten vor Lachen.

 „Kommen Sie. Wir wachen über Sie.“

 Wir brachen auf in Richtung Colosseum.

 

 

 

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